Thomas Hartmann / Jochen Dahm / Frank Decker (Hg.)

Die Zukunft der Demokratie

Erkämpft. Verteidigt. Gefährdet?

Die repräsentative Demokratie des Westens scheint in der Krise zu sein. Viele Menschen fühlen sich ohnmächtig, ohne Einfluss und ohne Stimme im politischen Entscheidungsprozess. Gleichzeitig stellen populistische Parteien und Bewegungen die Grundwerte der Demokratie infrage. Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Was läuft gut? Wo lauern die Gefahren? Und was kann man ihnen entgegenhalten?

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Wolfgang Schroeder / Bernhard Weßels (Hg.)

Smarte Spalter

Die AfD zwischen Bewegung und Parlament

Wie verändert die AfD das Parteiensystem? Und was heißt das für die Demokratie in Deutschland? Die Partei neuen Typs verbindet Rechtspopulismus mit konventionellen Moralvorstellungen, durchdringt die sozialen Netzwerke mit ihrer Agitation und hat, stärker als andere Parteien, den Charakter einer politischen Bewegung. Erstmals wird die AfD auf Grundlage umfangreicher sozialwissenschaftlicher Daten analysiert. Dieser empirische Ansatz ist bislang einzigartig. Das Buch erklärt die komplexe Entwicklung von Wählerschaft und Ideologie, Kandidaten und Programmatik, der Abgeordneten und ihrer Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene.

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Cas Mudde / Cristóbal Rovira Kaltwasser

Populismus: Eine sehr kurze Einführung

Aus dem Englischen übersetzt von Anne Emmert

Mit Populismus werden ganz unterschiedliche Phänomene beschrieben – leider oft ungenau und interessegeleitet. Dieses kurze, kompakte Buch vermittelt ein tiefergehendes Verständnis. Was ist Populismus? Was macht seine Führer aus? Und wie ist seine Beziehung zur Demokratie?

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Reinhard Krumm

Russlands Traum

Anleitung zum Verständnis einer anderen Gesellschaft

Die russische Gesellschaft hat einen alten Traum – den Traum von Freiheit. Sie träumt ihn immer völlig unabhängig von ihren jeweiligen Herrschern. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist heute freier als je zuvor, auch wenn es ungerecht im Land zugeht. Doch der Anschein, dass sich die Gesellschaft widerstandslos vom Staat beherrschen lässt, war und ist falsch. Warum, das erklärt dieser brillante Essay.

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Nils Heisterhagen

Das Streben nach Freiheit

Essays gegen die Orientierungslosigkeit

Vielen Menschen fehlen Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft. Wenn man ehrlich ist – wer findet nicht, dass die Welt von heute immer schwerer zu verstehen ist? Die gesammelten Artikel des jungen Politik-Talents Nils Heisterhagen zeugen davon, wie eine neue Generation in Deutschland nach Wegen sucht, die Welt zu deuten und eine Debatte über ein besseres Morgen zu führen.

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Tobias Mörschel (Hg.)

Social Democracy and State Foundation

The emergence of a new European state landscape after the First World War

The map of Europe changed with the end of the First World War. The large multi-ethnic states disintegrated. In northern, central and eastern Europe numerous new (nation) states came into being or recovered their statehood after a long period. A comprehensive democratic thrust set in. The social democratic parties were among the main driving forces of this Europe-wide development.

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Ulrike Guérot

Why Europe Should Become a Republic!

A Political Utopia

Ins Englische übersetzt von Ray Cunningham

Ulrike Guérot outlines the idea of a radically different Europe: Europe as a Republic. The concept is based on two pillars: Firstly, the principle of political equality for all European citizens and the separation of powers, instead of a non-transparent and technocratic »trilogy« of the existing European institutions. Secondly, strong European regions actively participating in European decision-making.

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Philipp Adorf / Ursula Bitzegeio / Frank Decker (Hg.)

Ausstieg, Souveränität, Isolation

Der Brexit und seine Folgen für die Zukunft Europas

Der EU-Austritt Großbritanniens ist weniger die Konsequenz des antieuropäischen britischen Sonderwegs, sondern vor allem ein Zeichen für die heutige Anfälligkeit westlicher Demokratien für rechtspopulistische Agitation. Zur Brexit-Rhetorik gehört das Lamento über die angebliche Bürgerferne in Brüssel und oligarchische EU-Strukturen, das Schüren von Abstiegsängsten oder Ressentiments gegen Geflüchtete. Die vermeintliche Lösung: ein »souveränes« Großbritannien, das sich von der kontinentaleuropäischen Bürokratie nicht mehr bevormunden lässt. Doch werden alle Brücken ohne Deal abgebrochen, kann dieser Weg auch in eine Isolation führen, aus der es kein Zurück mehr gibt.

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Andreas Zick / Beate Küpper / Wilhelm Berghan (Hg.)

Verlorene Mitte - Feindselige Zustände

Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19

Polarisierungen haben die Mitte der Gesellschaft erreicht und sie beeinflusst. In Teilen geht die herkömmliche Mitte verloren. Die Menschen wenden sich einer vermeintlich neuen, radikalen Mitte zu, die ihren Zusammenhalt aus der Abwertung von anderen schöpft. Das untersucht die aktuelle "Mitte-Studie" der Friedrich-Ebert-Stiftung anhand einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage vom Herbst 2018. Die Autorinnen und Autoren analysieren die politischen und sozialen Einstellungen der Bundesbürgerinnen und -bürger und prüfen, wie fragil und gespalten die gesellschaftliche Mitte, die stets als Garant für Stabilität und feste Normen galt, heute ist.

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Volker Stanzel

Die ratlose Außenpolitik

und warum sie den Rückhalt der Gesellschaft braucht


»... glänzend geschrieben, hochinformativ und vor allem sehr gut strukturiert. Nach meinem Urteil ist es das beste Buch über deutsche Außenpolitik, das derzeit auf dem Markt ist.«
Theo Sommer

Die deutsche Außenpolitik, jahrzehntelang erfolgsverwöhnt, verlangt nach neuer Orientierung. Denn zahlreiche außenpolitische Krisen gefährden die Stabilität Deutschlands in Politik und Gesellschaft. Das Hauptproblem ist der geringe Rückhalt für außenpolitische Entscheidungen in der Bevölkerung, und damit ein Mangel an Legitimation. Zudem stehen die deutschen auswärtigen Beziehungen unter dramatisch gewandelten Einflüssen: neue Technologien, neue starke und autoritäre Player auf internationalem Parkett sowie neue Öffentlichkeiten in unserer Gesellschaft.

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Johannes Hillje

Plattform Europa

Warum wir schlecht über die EU reden und wie wir den Nationalismus mit einem neuen digitalen Netzwerk überwinden können

Der Europäischen Union fehlt zu einer lebendigen Demokratie ein zentraler Baustein: eine europäische Öffentlichkeit. Die Plattform Europa möchte diese Lücke schließen. Pünktlich zu den Europawahlen analysiert der Europa-Experte und Politikberater Johannes Hillje die heutigen Europa-Debatten und entwickelt einen visionären Vorschlag für ein digitales, öffentlich finanziertes und gemeinwohlorientiertes soziales Netzwerk: ein virtueller Ort für Nachrichten, Unterhaltungsangebote oder Dienstleistungen, aber auch Bildung, europäische Bürgerinitiativen und den direkten Austausch unter Menschen in ganz Europa.

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Michael Bröning / Joanna Itzek / Claudia Detsch (Hg.)

Ideen, Meinungen, Kontroversen

IPG – Internationale Politik und Gesellschaft
Die wichtigsten Debatten 2018

Die Welt ist im Umbruch und Deutschland mittendrin. Genug Stoff für Debatten: Krise des Multilateralismus, Krise der Demokratie, Krise des Westens. Die Autorinnen und Autoren des IPG-Journals aus Politik, Wissenschaft und Medien haben 2018 mit ihren kritischen Meinungsbeiträgen neue Impulse, Entwicklungen und Trends gesetzt, erklärt und beschrieben. Für eine konstruktive Diskussion über internationale Politik links der Mitte. Die wichtigsten Beiträge erscheinen nun jedes Jahr in Buchform.

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Sarah Brockmeier / Philipp Rotmann

Krieg vor der Haustür

Die Gewalt in Europas Nachbarschaft und was wir dagegen tun können

Gewalt und Bürgerkriege nehmen kein Ende. Weltweit sind 66 Millionen Menschen auf der Flucht. Einige von ihnen stellt dieses Buch vor: Zum Beispiel Nadia Murad, die aus der Sklaverei des »Islamischen Staats« im Irak fliehen konnte und 2018 für ihre politische Arbeit gegen den Völkermord an den Jesiden den Friedensnobelpreis erhielt. Aber auch einen brasilianischen Außenminister, einen kongolesischen Warlord, einen ghanaischen Diplomaten und andere mehr – Menschen, die Frieden suchen, und Menschen, die Krieg führen. Ihnen stellen die Autoren eine eindrucksvolle Schilderung der politischen Entscheidungsprozesse gegenüber, die einer haarsträubenden Eigenlogik folgen. Sie machen die Blockaden verständlich, die den Anspruch der »deutschen Verantwortung« und der »Fluchtursachenbekämpfung« hohl klingen lassen.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 58 (2018)

Demokratie praktizieren. Arenen, Prozesse und Umbrüche politischer Partizipation in Westeuropa im 19. und 20. Jahrhundert

Herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von: Beatrix Bouvier, Kirsten Heinsohn, Thomas Kroll, Anja Kruke, Philipp Kufferath (geschäftsführend), Friedrich Lenger, Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke.

Wir erleben aktuell in Westeuropa eine nachlassende Akzeptanz parlamentarisch-demokratischer Systeme. Rechtspopulistische Parteien und Positionen erweisen sich als eine große Herausforderung. Diese Situation legt eine historische Reflexion über das Entstehen, Gelingen und Scheitern politischer Partizipation nahe. Um zu verstehen, wie sich der lange Übergang von der ständischen Repräsentation in der Vormoderne zu den inklusiven Verfassungsordnungen der Gegenwart vollzog, greift eine bloße Analyse der formalen Abläufe demokratischer Politik zu kurz. Schließlich waren Definitionen und Bewertungen von demokratischen Praktiken stets umkämpft und wandelten sich insbesondere in Umbruchsphasen und Krisensituationen oft grundlegend.

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Björn Hacker

Weniger Markt, mehr Politik

Europa rehabilitieren

Hat die EU ausgedient? Nach zehn Jahren Dauerkrise ist die europäische Integration in schlechter Verfassung. Doch Diskussionen über nationale oder europäische Kompetenzverteilung gehen an der zentralen Konfliktlinie vorbei, so Björn Hacker. Europa kann vom Sündenbock zum Problemlöser werden, wenn es sich von der derzeit dominanten Marktgläubigkeit der Europapolitik löst und den politischen Gestaltungsanspruch in den Mittelpunkt stellt.

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