Stephan Rammler
Morbide Mobilität
Infrastruktur, Klima, KI und Geopolitik
Der Kampf um die Stabilität moderner Gesellschaften
Im 21. Jahrhundert sind Verkehrssysteme – Straßen, Häfen, Schienen, Lufträume und Datenkorridore – die Lebensadern unserer Gesellschaften. Doch diese Adern werden brüchig. Die Stabilität nationaler und globaler Mobilität ist gefährdet, denn sie steht unter Druck durch neue Technologien, den Klimawandel und die Geopolitik. Der Zukunftsforscher Stephan Rammler analysiert, wo, wie und warum wir so verwundbar geworden sind und zeigt Wege auf, unsere Mobilität so umzubauen, dass sie auch unter Stress funktioniert.
Daniela Rüther
Verkäuferinnen
Die Geschichte der Frauen hinter der Ladentheke
Sie begegnen uns täglich – und doch kennen wir ihre Geschichte kaum: Verkäuferinnen im Lebensmitteleinzelhandel. Während die großen Filialketten heute das Stadtbild prägen, ist der Anteil der Frauen am Erfolg dieser Betriebsform weitgehend unbekannt. Dieses Buch erzählt erstmals ihre Geschichte – quellennah, überraschend und mit vielen eindrücklichen Anekdoten.
Rainer Kippe / Martin Stankowski
Kommunismus op Kölsch
Wie man am Rhein den Kampf um die Menschenrechte selbst in die Hand nimmt
Wie gut kümmern sich deutsche Großstädte um Menschen, die obdachlos sind, am unteren Ende der sozialen Leiter stehen und Beistand benötigen? Geht so! Deshalb existiert seit fast 50 Jahren im Kölner Stadtteil Mülheim ein außergewöhnliches Projekt: die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim, kurz SSM. Was mit der Besetzung einer alten Fabrik begann, ist heute eine feste Größe im Stadtteil – und ein gelebtes Experiment in sozialer Gleichberechtigung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Rainer Kippe, ein Mitbegründer, erzählt über das Projekt, das eine Kölsche Antwort auf Verarmung, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, Vereinzelung und die drängende Frage liefert, wie solidarisches Zusammenleben gelingen kann.
Matthias Pfeffer / Jürgen Pfeffer / Paul Nemitz
Die offene Zukunft und ihre Feinde
Wie wir die freie Gesellschaft vor der KI-Diktatur bewahren können
Künstliche Intelligenz gilt als Motor des Fortschritts. Doch längst ist sie zur Herausforderung für die Demokratie geworden. Die Autoren betrachten KI als grundlegende Macht- und Demokratiefrage und analysieren den Konflikt zwischen algorithmischer Steuerung und demokratischer Selbstbestimmung. Die Kernthese: Die Zukunft ist offen – Menschen gestalten sie mit ihrer Vorstellungskraft, im öffentlichen Diskurs und auf der Grundlage von Pluralität. Wer immer mehr Entscheidungen automatisierten Systemen überlässt und die Zukunft mittels KI steuern will, verkennt die Grenzen dieser Technologie und riskiert Freiheit. Wie kann es gelingen, die offene Zukunft und damit die offene Gesellschaft zu erhalten?
Toby Binder
#053KIDS
Im Duisburger Stadtteil Hochfeld leben mehr als die Hälfte aller Minderjährigen in Armut. Sie und ihre Familien stammen aus vielen verschiedenen Ländern – aber sie nutzen die Ziffern 053 der örtlichen Postleitzahl als Zeichen ihrer Zugehörigkeit. Das sind die 053-Kids. Der Fotograf Toby Binder hat Hochfelder Jugendliche über Jahre begleitet, ihren Alltag dokumentiert, ihr Leben sichtbar gemacht. Binder hat die Erfahrung sozialer Ungerechtigkeit, ihren Kampf um Identität, aber auch Freundschaft und Wünsche meisterhaft ins Bild gesetzt.
Nicole Bögelein / Gina Rosa Wollinger
True Criminology
Mythen, Fakten, Hintergründe
Kriminalität ist beunruhigend und faszinierend zugleich. Die Soziologinnen Nicole Bögelein und Gina Rosa Wollinger öffnen uns eine Tür zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über Kriminalität. Wie unsicher ist unsere Gesellschaft? Wie ist die polizeiliche Statistik richtig zu lesen? Wird die Jugend wirklich immer brutaler? Was wissen wir über sexualisierte Gewalt? Gibt es Gruppen, die öfter kriminell sind als andere? Die Autorinnen klären auf – fundiert, verständlich und spannend zu lesen.
Harald Roth (Hg.)
Keine Zeit für Apathie, keine Zeit zu schweigen
Texte für eine weltoffene Demokratie
Die Demokratie steht unter Druck – von innen wie außen. Entschlossene Gegenwehr ist jetzt nötig, bevor es zu spät ist. Aber wie? Dieses Buch macht Mut, sich einzumischen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Ob in Schule, Nachbarschaft oder digitalem Raum: Demokratie muss täglich gelebt, verteidigt und erneuert werden – von uns allen.
Katharina Maria Meiser
Schule macht Demokratie
Impulse für eine neue Bildungskultur zwischen Autonomie, Leistung und Verantwortung
Bildung ist der Schlüssel zur Demokratie – doch das deutsche Bildungssystem steckt in alten Strukturen fest. Katharina Meiser sieht einen direkten Zusammenhang zwischen unserem dysfunktionalen Bildungssystem und der aktuellen Demokratiekrise. Daher fordert sie eine gänzlich neue Bildungskultur. Sie zeigt, warum Demokratiekompetenz nur dann entstehen kann, wenn Schulen Raum für Freiheit, Verantwortung, Autonomie und Solidarität bieten.
Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)
Archiv für Sozialgeschichte, Bd. 65 (2025)
Partizipation und Repräsentation
Eine demokratische Liebesgeschichte?
Moderne Demokratien streben die Herrschaft »des Volkes« durch politische und soziale Teilhabe an. Gleichzeitig wird die alltägliche Machtausübung an Parteien und einzelne Personen delegiert, die den Volkswillen repräsentativ vertreten sollen. Ihren Einfluss machen die Vielen vor allem bei der Wahl ihrer Vertretungen und bei Abstimmungen oder Referenden über einzelne Sachfragen geltend. Dazu artikulieren Interessengruppen, Protestbewegungen, Expert:innen und Einzelne ihre Anliegen durch nichtrepräsentative Praktiken der Partizipation.
Matthias Meisner / Paul Starzmann
Mut zum Unmut
Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit
Es gibt eine gute Kraft der Renitenz! Und wir brauchen sie gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen. Dieses Buch hat einen erfrischenden Ansatz: Es plädiert dafür, aktiv zu werden, die Gleichgültigkeit abzulegen, »Nein!« zu sagen, anzuecken – im Job, auf der Straße und in der Politik. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek u. v. a.
Thomas Hartmann-Cwiertnia / Jochen Dahm / Frank Decker (Hg.)
Freiheit. Gleichheit. Vertrauen.
Was unsere Demokratie jetzt braucht
In einer Welt, die sich massiv wandelt und von radikalen politischen Umbrüchen gezeichnet ist, wird die Frage »Wie sieht die Zukunft der Demokratie aus?« dringlicher denn je. Dieser Band versammelt prominente Stimmen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, die ihre Ideen und Gedanken zum Zustand und zu den Perspektiven des liberalen demokratischen Systems einbringen.
Mareen Heying / Alexandra Jaeger / Nina Kleinöder / Sebastian Knoll-Jung / Sebastian Voigt (Hg.)
Verschwiegener Alltag
Gewalt am Arbeitsplatz seit dem 19. Jahrhundert
Gewalt am Arbeitsplatz war und ist allgegenwärtig. Sie wurde hinter Fabriktoren, Bürotüren oder in Haushalten oft nicht sichtbar, verharmlost oder tabuisiert. Die Gewaltformen, ihre Wahrnehmung und ihre Rahmenbedingungen haben sich seit dem 19. Jahrhundert verändert. Der Band gibt einen Einblick in Wandel und Kontinuitäten, Akteursgruppen und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die die Gewalt ermöglichten.
Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)
100 Jahre, 100 Orte, 100 Rezepte
Ein internationales Kochbuch der Friedrich-Ebert-Stiftung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung wird 100 Jahre. In diesem Kochbuch finden Sie 100 regionale Rezepte aus 100 Standorten weltweit. Jedes der Rezepte wird von einem »Tischgespräch« begleitet. Hier erfahren Sie, wie diese vielen unterschiedlichen Gerichte kulinarischen Genuss mit einer starken Demokratie und einer solidarischen Gesellschaft verbinden.
Manfred Schneider (Hg.)
Geschichten, die die Wende schrieb
Biografien, Erzählungen, Interviews
Noch heute, fast 35 Jahre nach der »Wende«, wird darüber gestritten, welche Konzepte die richtigen gewesen wären, um zu vermeiden, dass es »Verlierer« und »Sieger« gibt. Welche Überlegungen, Strategien, Programme und Projekte gab es damals, und was ist aus ihnen geworden? Welche biografischen Erfahrungen wurden in je unterschiedlicher Weise in Ost und West gemacht?














