Jan Kiepe

Für die Revolution auf die Schulbank

Eine alltagsgeschichtliche Studie über die SED-Funktionärsausbildung in Thüringen

Die hinter vorgehaltener Hand "rote Klöster" genannten Partei- und Kaderschulen der SED waren in der DDR mehr als nur Einrichtungen zur Indoktrination. Übersehen wird oft der Auftrag der Funktionärsausbildung für die Verwaltung der DDR: Die Absolventen sollten lernen, die marxistisch-leninistische Theorie in die politische Praxis umzusetzen und für die soziale Wirklichkeit fruchtbar zu machen.

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Birgit Lahann

Hochhuth - Der Störenfried

mit Fotografien von Karin Rocholl

Rolf Hochhuth, der Autor des »Stellvertreters«, ist am 13. Mai 2020 im Alter von 89 Jahren gestorben. Birgit Lahann hat wenige Jahre vor seinem Tod die erste Biografie über diesen großen politischen Dramatiker und Schriftsteller geschrieben, mit allem Witz und Wahnsinn, die sein Leben kennzeichnen. Sie erfuhr alles über die Abgründe, die seine Stücke erhellen, über den Irrsinn deutscher Zeitläufte, gegen die er loszog, über Freund und Feind und seine Frauen, für ihn das fünfte Element, über seine manische Kampfeslust und darüber, woher Mut und Kraft kommen, sich zügellos einer Wahrheit zu verschreiben.

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Willy Brandt / Helmut Schmidt

Partner und Rivalen

Der Briefwechsel (1958–1992)

Herausgegeben und eingeleitet von Meik Woyke

Das Verhältnis von Brandt und Schmidt gilt als kompliziert und schwierig, weil ihre Sozialisation, ihr Politikstil und Politikverständnis sich deutlich unterschieden. Dennoch verband die beiden führenden Sozialdemokraten neben ihrer Rivalität eine jahrzehntelange Partnerschaft, deren Höhen und Tiefen sich in ihrem Briefwechsel facettenreich widerspiegeln.

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Franziska Richter / Jens Hartung / Irina Mohr (Hg.)

50 Jahre Deutsche Einheit

Weiter denken – zusammen wachsen

Herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V.

Wie geht es weiter mit der Deutschen Einheit? Im Fokus dieses Buchs stehen zukunftsfähige politische Projekte der sozialen Demokratie, die Ostdeutschland in den nächsten 25 Jahren voranbringen können. Und es geht um die Frage, was die ostdeutsche Gesellschaft ihrerseits in die gesamtdeutsche und europäische Modernisierung einbringt.

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Peter Steinbach

Nach Auschwitz

Die Konfrontation der Deutschen mit der Judenvernichtung

70 Jahre nach dem Holocaust: Welche Bedeutung hat Auschwitz für die politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland? Kann die deutsche Gedenkkultur helfen, die Gesellschaft vor neuem Antisemitismus zu bewahren oder führt sie eher ins Vergessen? Kann Deutschland das Versprechen »Nie wieder!« einhalten?

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Peter Hübner

Arbeit, Arbeiter und Technik in der DDR
1971 bis 1989

Zwischen Fordismus und digitaler Revolution

Gab es noch eine Arbeiterklasse in der späten DDR? Im Laufe der 1970er- und 1980er-Jahre verloren die ostdeutschen Arbeiter fast unmerklich ihren ursprünglichen Charakter und Zusammenhalt als soziale Formation und gerieten durch die »digitale Revolution« in den Mahlstrom eines technischen Innovationsschubs. Mit dieser Entwicklung der DDR-Gesellschaft bis zum Fall der Mauer beschäftigt sich Band 15 unserer Arbeitergeschichtsreihe.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 52 (2012)

Wandel des Politischen: Die Bundesrepublik Deutschland während der 1980er Jahre

Herausgegeben von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Redaktion: Beatrix Bouvier, Dieter Dowe, Anja Kruke, Friedrich Lenger, Patrik von zur Mühlen, Ute Planert, Dietmar Süß, Meik Woyke (Schriftleitung) und Benjamin Ziemann.

Für die Spätphase der ›alten‹ Bundesrepublik, die 1980er Jahre, existieren verschiedene Umschreibungen: »Abschied vom Provisorium«, »Risikogesellschaft«, andere diagnostizierten sogar den Beginn der »Postmoderne«. Auf jeden Fall handelte es sich um eine Phase des beschleunigten politischen, sozioökonomischen und kulturellen Wandels. Etablierte Normen und Deutungsmuster wurden infrage gestellt.

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Philipp B. Bocks

Mehr Demokratie gewagt?

Das Hochschulrahmengesetz und die sozial-liberale Reformpolitik 1969–1976

»Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren« – mit dieser Parole rief die studentische Protestbewegung der 1960er-Jahre zur Demokratisierung der traditionellen Ordinarien-Universität auf. Die Sozialdemokratie und die 1969 gebildete sozial-liberale Regierungskoalition nahmen diese Forderung auf und machten die Hochschulreform zu einem der zentralen Themen ihrer Politik der »Inneren Reformen«.

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Michael Herkendell

Deutschland: Zivil- oder Friedensmacht?

Außen- und sicherheitspolitische Orientierung der SPD im Wandel (1982–2007)

»Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt.« Der berühmte Satz des damaligen Bundesverteidigungsministers Peter Struck im Dezember 2002 war Ausdruck eines neuen außen- und sicherheitspolitischen Selbstverständnisses der SPD. Der Weg dorthin war schwierig. Denn für die meisten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten waren Auslandseinsätze der Bundeswehr noch Anfang der 1990er-Jahre unvorstellbar.

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Christoph Kleßmann

Arbeiter im »Arbeiterstaat« DDR

Deutsche Traditionen, sowjetisches Modell, westdeutsches Magnetfeld (1945 bis 1971)

Band 14 der »Geschichte der Arbeiter und der Arbeiterbewegung in Deutschland seit dem Ende des 18. Jahrhunderts« widmet sich den Arbeitern der DDR in der Ära Ulbricht – ein Staat, in dem sie die »führende Klasse« sein sollten. Damit vollendete die DDR im Anspruchsdenken der SED die Tradition der sozialistischen Arbeiterbewegung. Doch wie gingen die Arbeiter mit ihrer Rolle angesichts faktischer Machtlosigkeit um? Wie wichtig war ihre ideologische Stilisierung durch die Staatspartei in sozialer und politischer Hinsicht?

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Bernd Faulenbach

Das sozialdemokratische Jahrzehnt

Von der Reformeuphorie zur neuen Unübersichtlichkeit
Die SPD 1969-1982

Nie hat die SPD im Bund länger regiert, nie die deutsche Gesellschaft intensiver geprägt als in den Jahren von 1969 bis 1982, die als das »sozialdemokratische Jahrzehnt« der alten Bundesrepublik gelten. Der Bochumer Historiker Bernd Faulenbach stellt seine Bilanz der Sozialdemokratie jener Jahre in den Kontext der damaligen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Auseinandersetzungen.

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Klaus Schönhoven

Wendejahre

Die Sozialdemokratie in der Zeit der Großen Koalition 1966–1969

Die drei Regierungsjahre der Großen Koalition zwischen 1966 und 1969 waren Wendejahre in der Geschichte der Bundesrepublik mit folgenreichen außen-, sozial- und wirtschaftspolitischen Weichenstellungen.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 50 (2010)

Verwissenschaftlichung von Politik nach 1945

Im 20. Jahrhundert haben wissenschaftliche Erkenntnisse auf alle Dimensionen von Politik eingewirkt und sie im Wechselspiel mit den Medien verändert. Vor allem nach 1945 etablierten sich Wissenschaftsdisziplinen mit Experten, die ihre Kenntnisse in den gesellschaftlichen Alltag hineintrugen und diesen umformten. Die Sozialwissenschaften avancierten international zu einer Leitwissenschaft für staatliche Institutionen, Parteien und Interessenverbände. Gleichzeitig war eine Politisierung von Wissenschaft zu beobachten.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 46 (2006)

Integration und Fragmentierung in der europäischen Stadt

Band 46 des Archivs für Sozialgeschichte ist dem Rahmenthema »Integration und Fragmentierung in der europäischen Stadt« gewidmet. Der Band lebt von der Spannung zwischen geglückter Integration, wie sie z.B. bei den Polen im Ruhrgebiet erreicht wurde und den neuen Konfliktlagen, die in den letzten Jahrzehnten mit den städtischen Problemzonen, Slums, Parallelgesellschaften und Luxussanierungen entstanden. Grundlegende Forschungsberichte zur autonomen Jugendkultur der französischen Banlieues, zur Geschichte des Rassismus und des amerikanischen melting pot runden den Band ab.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 45 (2005)

West-Ost-Verständigung im Spannungsfeld von Gesellschaft und Staat seit den 1960er Jahren

Band 45 des Archivs für Sozialgeschichte ist dem Rahmenthema »Ost-West-Verständigung im Spannungsfeld von Gesellschaft und Staat seit den 1960er Jahren« gewidmet. Auf der Basis transnationaler Ansätze werden verschiedene gesellschaftliche Bereiche und Gruppen untersucht, bei denen es zu Kontakten zwischen Ost und West kam: Parlamentarier, Journalisten und Wissenschaftler, Kirchen, Versöhnungsinitiativen und Vertriebenverbände, Gewerkschaften, politische Stiftungen und Friedensbewegungen sowie Dissidenten, Jugendkultur und Sport.

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