Rainer Kippe / Martin Stankowski
Kommunismus op Kölsch
Wie man am Rhein den Kampf um die Menschenrechte selbst in die Hand nimmt
ca. 204 Seiten
Broschur
ca. 25,00 Euro
ISBN 978-3-8012-0722-9
Erscheinungstermin: September 2026
Wie gut kümmern sich deutsche Großstädte um Menschen, die obdachlos sind, am unteren Ende der sozialen Leiter stehen und Beistand benötigen? Geht so! Deshalb existiert seit fast 50 Jahren im Kölner Stadtteil Mülheim ein außergewöhnliches Projekt: die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim, kurz SSM. Was mit der Besetzung einer alten Fabrik begann, ist heute eine feste Größe im Stadtteil – und ein gelebtes Experiment in sozialer Gleichberechtigung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Rainer Kippe, ein Mitbegründer, erzählt über das Projekt, das eine Kölsche Antwort auf Verarmung, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, Vereinzelung und die drängende Frage liefert, wie solidarisches Zusammenleben gelingen kann.
Ohne staatliche Unterstützung, ohne Kapital und oft ohne formale Ausbildung sichern die Menschen, die hier leben, ihren Unterhalt mit ihrer Hände Arbeit. Lebendig und humorvoll dokumentiert das Buch die bewegende Geschichte eines Kollektivs, das immer wieder neue Wege finden musste, Menschen eine Bleibe zu geben. Es erzählt von den Konflikten mit Politik und Polizei, Phasen der Selbstausbeutung, Debatten über Sozialismus und Selbstverwaltung. Vor allem aber zeigt es, warum dieses Projekt in Köln über Jahrzehnte hinweg lebendig blieb und als Erfolgsgeschichte gelten darf.
Mit Texten von Gerhart Baum, Jürgen Becker, Franz Meurer und Günter Wallraff.
Rainer Kippe
geb. 1944, Aktivist, Sozialarbeiter und Mitgründer der Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim (SSM) in Köln.
Martin Stankowski
geb. 1944, Promotion in Publizistikwissenschaft, Drucker, Mitbegründer »Kölner Volksblatt« (1974), Journalist, Stadthistoriker und Autor (u.a. »Köln – Der andere Stadtführer«).
Jürgen Becker
Günter Wallraff
Franz Meurer














