Birgit Lahann

Hochhuth - Der Störenfried

mit Fotografien von Karin Rocholl

384 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
29,90 Euro
ISBN 978-3-8012-0470-9

Erscheinungstermin: März 2016

lieferbar

Waschzettel Cover Leseprobe

Rolf Hochhuth, der Autor des "Stellvertreters", wird am 1. April 2016 85 Jahre alt. Birgit Lahann hat nun die erste Biografie über diesen großen politischen Dramatiker und Schriftsteller geschrieben, mit allem Witz und Wahnsinn, die sein Leben kennzeichnen. Sie erfuhr alles über die Abgründe, die seine Stücke erhellen, über den Irrsinn deutscher Zeitläufte, gegen die er loszog, über Freund und Feind und seine Frauen, für ihn das fünfte Element, über seine manische Kampfeslust und darüber, woher Mut und Kraft kommen, sich zügellos einer Wahrheit zu verschreiben.

 

Der Gerechtigkeitsfanatiker griff Papst Pius XII. für sein beharrliches Schweigen bei den Judende-portationen im Zweiten Weltkrieg an. Mit "Eine Liebe in Deutschland" zwang er den ehemaligen NS-Marine-Richter und späteren CDU-Ministerpräsidenten Hans Filbinger zum Rücktritt. Ludwig Erhard schmähte ihn für seine Angriffe als Pinscher, Helmut Kohl diffamierte ihn im Vatikan und Franz Josef Strauß beschimpfte ihn als Ratte und Schmeißfliege. Doch Hochhuth kämpfte weiter. Alle lieben die Freiheit, sagt er, aber nicht die, die ihnen dazu verhelfen wollten.

Pressestimmen

"Birgit Lahann hat eine Biografie geschrieben, die sich wegliest wie ein humorvoller Krimi." Stefan Kirschner, Berliner Morgenpost

"Diese Biografie ist das Lebendigste, was ich in diesem Genre je zu lesen bekam. Ich weiß nicht, ob LEBENDIG eine ästhetische Qualität ist, aber dass es eine Lesbarkeit ohnegleichen verbürgt, das weiß ich jetzt, nachdem ich in diesem durchaus wilden Buch herum gelesen habe. Und das liegt genau an beiden: Lahann und Hochhuth. Hochhuth war und ist ein Unikum. Das ganz genau ist er. Er wird nie in eine Schublade passen. Und dass dieses prinzipiell verquere Unikum schlicht liebenswürdig wird, das liegt an Birgit Lahann, die als scharfe Jägerin das Unikum in all seiner Lebendigkeit voll aufs Papier bringt." Martin Walser