Bibliographie zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

Jahrgang 42 (2017)

Herausgegeben von der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Bibliographie zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung erfasst alle Publikationen zur Geschichte der Arbeiter- und Frauenbewegung, (linken) Parteien, Bewegungen u. Gewerkschaften aus dem Jahr 2017.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 58 (2018)

Demokratie praktizieren. Arenen, Prozesse und Umbrüche politischer Partizipation in Westeuropa im 19. und 20. Jahrhundert

Wir erleben aktuell in Westeuropa eine nachlassende Akzeptanz parlamentarisch-demokratischer Systeme. Rechtspopulistische Parteien und Positionen erweisen sich als eine große Herausforderung. Diese Situation legt eine historische Reflexion über das Entstehen, Gelingen und Scheitern politischer Partizipation nahe. Um zu verstehen, wie sich der lange Übergang von der ständischen Repräsentation in der Vormoderne zu den inklusiven Verfassungsordnungen der Gegenwart vollzog, greift eine bloße Analyse der formalen Abläufe demokratischer Politik zu kurz. Schließlich waren Definitionen und Bewertungen von demokratischen Praktiken stets umkämpft und wandelten sich insbesondere in Umbruchsphasen und Krisensituationen oft grundlegend.

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Willy Brandt

Die Kriegsziele der Großmächte
und das neue Europa

Herausgegeben und eingeleitet von Einhart Lorenz

Willy Brandts erstes Buch, auf Norwegisch geschrieben, konnte wegen der Kriegsereignisse nie erscheinen. Es sollte am 9. April 1940 ausgeliefert werden – dem Tag der Invasion der Deutschen in Norwegen. Die Gestapo setzte den Titel auf die Liste der verbotenen Bücher, beschlagnahmte und vernichtete es. Heute existieren nur noch wenige Originalexemplare. Erstmals erscheint es nun ungekürzt in deutscher Sprache.

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Heike Christina Mätzing

Georg Eckert
1912–1974

Von Anpassung, Widerstand und Völkerverständigung

Ein Leben im Jahrhundert der Extreme: Der viel zu wenig gewürdigte sozialdemokratische Ethnologe, Pädagoge, Historiker und »Diplomat der Völkerverständigung« Georg Eckert (1912–1974) steht für einen politisch aktiven deutschen Wissenschaftler.

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Birgit Lahann

»Wir sind durchs Rote Meer gekommen, wir werden auch durch die braune Scheiße kommen«

Schriftsteller in Zeiten des Faschismus

Gibt es heutige Parallelen zum aufkommenden Faschismus zwischen 1918 und 1933? Welche Debatten führten Schriftsteller und Intellektuelle in diesen Jahren? Birgit Lahann schreibt eine Anatomie der deutschen Literaturelite, die sich im Strudel von Erstem Weltkrieg, Antidemokraten und Nazibarbarei entscheiden musste, wo sie stehen will. Sie erzählt vom Aufstieg der braunen Machthaber, vom Vorspiel zur Emigration, vom Exodus des deutschen Geistes und von dessen Verführbarkeit im Angesicht Hitlers.

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Volker Koop

Hitlers Griff nach Afrika

Kolonialpolitik im Dritten Reich

Hitlers koloniale Expansionspolitik für Afrika und Übersee ist ein weitgehend unbeachtetes Kapitel der NS-Geschichte. Zur Wiederherstellung der »Ehre« Deutschlands nach dem »schändlichen Versailler Friedensdiktat« sollten verlorene Kolonien zurückerobert und neue Gebiete in Besitz genommen werden. Akribisch bereitete das Dritte Reich ihre Verwaltung und Ausbeutung vor.

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Walter Mühlhausen

Experiment Weimar

Die erste deutsche Demokratie. 1918–1933

Weimar war Experiment, Versuch, Aufbruch, Sprung in die Moderne. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie und ihres Endes ist komplex und bis heute wichtig für uns: War sie durch Fehler und Versäumnisse in der Gründungsphase zum Scheitern verurteilt oder hatte sie nicht doch bis zuletzt eine echte Überlebenschance? Walter Mühlhausen zeichnet die Entwicklungen der Weimarer Republik kompetent nach und liefert ein spannendes Bild einer von inneren Kämpfen zerrissenen, äußerlich bedrängten und ökonomisch belasteten Republik.

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Björn Hacker

Weniger Markt, mehr Politik

Europa rehabilitieren

Hat die EU ausgedient? Nach zehn Jahren Dauerkrise ist die europäische Integration in schlechter Verfassung. Doch Diskussionen über nationale oder europäische Kompetenzverteilung gehen an der zentralen Konfliktlinie vorbei, so Björn Hacker. Europa kann vom Sündenbock zum Problemlöser werden, wenn es sich von der derzeit dominanten Marktgläubigkeit der Europapolitik löst und den politischen Gestaltungsanspruch in den Mittelpunkt stellt.

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Baha Güngör

Hüzün ... das heißt Sehnsucht

Wie wir Deutsche wurden und Türken blieben

Ist Deutschland für Türken eine »bittere Heimat«, wie es in vielen Liedern heißt, und ist die Türkei das Paradies? Identität und Heimat, was bedeuten sie ihnen? Keiner schreibt so authentisch über diese Fragen wie Baha Güngör. Er war der erste türkische Zeitungsvolontär in Deutschland. Er arbeitete für die dpa, für große Zeitungen und die Deutsche Welle. Er hat die Integrationsbemühungen von Türken und Deutschen seit den Anfängen am eigenen Leib erfahren und erklärt eindrücklich, was sie so schwer macht und warum sie am Ende auch manchmal gescheitert sind.

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Andreas Zick / Lynn Berg (Hg.)

populär – extrem – normal

Zur Debatte über Rechtspopulismus

Der Rechtspopulismus ist einflussreich geworden, er steckt an und verändert die Gesellschaft. Doch wie soll man damit umgehen? Darüber herrscht Uneinigkeit. Die einen schlagen vor, mit Rechtspopulisten zu streiten, die anderen, den Dialog zu verweigern, um ihnen nicht noch mehr hinterherzulaufen. Worüber müssen wir also reden? Und was sollen wir tun? Zu diesen Kernfragen bieten renommierte Expertinnen und Experten ihre Sicht an, um die Debatte voranzutreiben.

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