Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 59 (2019)

Die Welt verändern. Revolutionen in der Geschichte

Herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von: Kirsten Heinsohn, Thomas Kroll, Anja Kruke, Philipp Kufferath (geschäftsführend), Friedrich Lenger, Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke.

Archiv für Sozialgeschichte

ca. 560 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ca. 68,00 Euro
ISBN 978-3-8012-4270-1

Erscheinungstermin: November 2019

lieferbar im November

Cover

»Lokomotiven der Geschichte« hat sie Karl Marx genannt: Revolutionen beflügeln Phantasien, den Traum von einer »besseren Welt«, die Hoffnung auf ein anderes Morgen. Was aber sind Revolutionen aus sozialgeschichtlicher Perspektive? Sind sie immer gewaltsam und ungeplant? Können sie trotzdem ein »Mehr« an Freiheit oder »Emanzipation« bewirken? Gibt es revolutionäre Verlaufsmuster, prägende Akteure, dominante Erzählungen, Mythen und Inszenierungen? Hat der Begriff angesichts einer inflationären Verwendung in der Populärkultur überhaupt analytische Qualität? Diese und weitere Fragen rückt das Archiv für Sozialgeschichte in diesem Jahr ins Zentrum.

 

In den Beiträgen werden zeitliche, räumliche und disziplinäre Grenzen der Revolutionsgeschichte hinterfragt. Gab es revolutionäre Bewegungen schon im Mittelalter? Inwiefern wurde die Französische Revolution von 1789 zum Exempel? Wie veränderten sich revolutionäre Dynamiken und Strategien im 20. Jahrhundert vor dem Hintergrund von totalitären Diktaturen und einer globalisierten öffentlichen Wahrnehmung? Welche Schlussfolgerungen zogen Akteure aus dem Scheitern ihrer revolutionären Hoffnungen? Forschungsberichte zu den Revolutionsjubiläen 1917 und 1918/19 sowie zu weiteren Themen runden den Band ab.