Ulrich Herbert

Best

Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903–1989

704 Seiten
Broschur
30,00 Euro
ISBN 978-3-8012-5036-2

Erscheinungstermin: März 2011

vergriffen, keine Neuauflage

Waschzettel Cover Leseprobe

Werner Best war der führende Ideologe und Organisator der Gestapo. Er kam aus der völkischen Studentenbewegung, war befreundet mit Ernst Jünger und von 1933 bis 1940 Stellvertreter Reinhard Heydrichs. Im Krieg hatte er als Verwaltungschef in Frankreich und Reichsbevollmächtigter in Dänemark Spitzenfunktionen inne. Nach Krieg und Internierung machte er erneut Karriere als Justitiar eines Industrieunternehmens, wurde zum Kopf der Kampagnen für eine »Generalamnestie« der NS-Täter im Umfeld der FDP und zum Koordinator der NS-Prozesse auf Seiten der Täter.

 


Ulrich Herbert legt die spannende und aufwendig recherchierte Biographie eines Mannes vor, der ebenso als radikaler Ideologe auftrat wie als sachlicher Bürokrat. In dieser Kombination lag einer der Gründe für die Effizienz und weltanschauliche Radikalität der »Schreibtischtäter« des NS-Regimes. Herberts Best-Biographie, eines der herausragenden Werke der deutschen Zeitgeschichtsschreibung, ist zugleich eine Geschichte des »kurzen« 20. Jahrhunderts, die die Frage nach dem Verhältnis von Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft in Deutschland vom Kaiserreich bis in die späte Bundesrepublik stellt.

Pressestimmen

»Eine Biographie in symptomatischer Absicht: Ulrich Herberts bahnbrechende Studie über den Organisator des Reichssicherheitshauptamtes, Werner Best.«
Eberhard Jäckel, in: Die ZEIT

»Ein Meisterwerk der neueren deutschen Geschichtsschreibung.«
Wilhelm von Sternburg, in: Frankfurter Rundschau

»Dieses Buch ist ein großer Wurf. Es dürfte die Diskussion über die Einwurzelung des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts nachhaltig bewegen.«
Anselm Doering-Manteuffel, in: FAZ

»Herberts Biographie ist eine aufwendig recherchierte, sprachlich brillante Studie, packend bis zur letzten Seite.«
Gabriele Anderl, in: Die Presse, Wien