Stephanie Zibell

Politische Bildung und demokratische Verfassung

Ludwig Bergsträsser (1883-1960)

Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Band 71

1. Aufl.
402 Seiten
Hardcover
38,00 Euro
ISBN 978-3-8012-4162-9

vergriffen, keine Neuauflage

Stephanie Zibell zeichnet das Leben des Politikers und Wissenschaftlers Ludwig Bergsträsser nach. Er war maßgeblich am Zustandekommen der hessischen Landesverfassung im Jahr 1946 beteiligt. Und er gilt als einer der »Väter« des Sozialkundeunterrichts sowie des Studienfachs Politikwissenschaft. Damit wollte er die Demokratie dauerhaft in den Köpfen und Herzen der Menschen verankern.

 

Nach seiner Arbeit in Politik und Lehre während der Weimarer Republik erreichte der Politiker und Wissenschaftler Ludwig Bergsträsser (1883–1960) den Zenit seines politischen Einflusses mit der Verabschiedung der hessischen Landesverfassung im Dezember 1946, an deren Entstehung und Durch setzung er maßgeblichen Anteil hatte. Er war eine vielseitige Persönlichkeit. Politik bedeutete für ihn, Lösungen für reale Probleme und Aufgaben zu erarbeiten. Demokratiebewusstsein und politische Bildung wollte er mit dem Fach Sozialkundeunterricht an den Schulen und dem Studiengang Politikwissenschaft an den Universitäten fördern und stärken. Dabei war ihm an einer praxisbezogenen Ausbildung gelegen; theoretische Gedankenspiele waren ihm fremd. Wer eine den Staat sichernde Politik betreiben will, muss sich der Realität stellen – so sein Credo, dem er auch dann noch treu blieb, als es ihm persönliche Nachteile einbrachte. Bergsträsser war ein streitbarer Mensch von hoher Integrität, dem die institutionalisierte politische Bildung in Deutschland viel zu verdanken hat.