Peter Brandt / Arthur Schlegelmilch / Reinhard Wendt (Hg.)

Symbolische Macht und inszenierte Staatlichkeit

»Verfassungskultur« als Element der Verfassungsgeschichte

Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Band 65

1. Aufl. 2005
Hardcover
39,80 Euro
ISBN 978-3-8012-4151-3

vergriffen, keine Neuauflage

Staatliche Ordnung ist im öffentlichen Leben in vielerlei Formen präsent und wirksam. Sie manifestiert sich in Gesetzestexten und im Handeln der staatlichen Institutionen. Daneben entwickelt und verändert sie sich im Diskurs der Verfassungsinterpreten und im Kontext einer Alltagskultur der Hymnen, Flaggen, Feiertage, Kulte, Denkmäler und Bauwerke.

 

Drei Varianten von »Verfassungskultur« stehen im Mittelpunkt dieses aus einer Tagung des Historischen Instituts der FernUniversität Hagen hervorgegangenen Bandes: die Inszenierung der Herrschaftsträger, die kulturelle Praxis der Untertanen und Bürger sowie der Beitrag der Verfassungsinterpreten aus Wissenschaft und Politik. »Staat« und »Verfassung« werden dabei nicht als Exklusivkategorien der Moderne verstanden, sondern schließen das Mittelalter, die Frühe Neuzeit und außereuropäische Zivilisationskreise mit ein.

Aus dem Inhalt:
Manuela Sissakis: Bei Hof zu Tisch. Inszenierter Überfluss und Sparzwang am Fürstenhof um 1600
Wolfgang Kruse: Die Entzauberung Louis Capets. Zur symbolischen Erniedrigung des absolutistischen Herrschertums in der Französischen Revolution
Sören Brinkmann: Die spanische Hauptstadt und das Nationalpantheon
Peter Brandt: Verfassungstag und nationale Identitätsbildung. Der 17. Mai in der modernen norwegischen Geschichte