Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 43 (2003)

Umweltgeschichte und Geschichte der Umweltbewegung

1. Aufl. 2003
658 Seiten
Leinen mit Schutzumschlag
68,00 Euro
ISBN 978-3-8012-4134-6

vergriffen, keine Neuauflage

Das diesjährige »Archiv für Sozialgeschichte« widmet sich dem Rahmenthema »Umweltgeschichte und Geschichte der Umweltbewegungen«. Die Einzelbeiträge verdeutlichen, dass ebenso alt wie die Umweltschäden selbst auch die durch sie ausgelösten Interessenkonflikte und Bemühungen sind, ihre Auswirkungen zu mildern oder ihnen sozialverträglich vorzubeugen.

 

Der Untersuchungszeitraum der Aufsätze beginnt mit den gravierenden Änderungen im Verhältnis zur Umwelt durch Liberalismus, moderne Weltwirtschaft und technologischen Fortschritt im 19. Jahrhundert. Weitere Beiträge untersuchen staatliche und private Initiativen sowie die Bemühungen internationaler Organisationen zur Erhaltung der Natur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes liegt auf den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts: auf der Entstehung eines breiten Umweltbewusstseins in den meisten Industriestaaten, zu dem sowohl die sich ausweitende Zahl von Experten als auch die zunehmende Aufmerksamkeit der Medien beitrugen, was schließlich um 1970 zu einem Wendepunkt in der Umweltgeschichte führte. In den kommunistischen Staaten trugen schwere ökologische Krisen zusammen mit wirtschaftlichem Niedergang und sozialen Notständen sogar zum Macht- und Autoritätsverlust diktatorischer Regime bei. Aber auch in den westlichen Ländern führte ein gestiegenes ökologisches Krisenbewusstsein in der Öffentlichkeit zu nachhaltigen ökologischen und politischen Veränderungen.

Forschungsberichte, Sammel- und Einzelrezensionen ergänzen den Band. Zusammenfassungen, summaries (engl.) und résumés (franz.) finden Sie unter: http://library.fes.de/afs-online.

Redaktion: Friedhelm Boll, Beatrix Bouvier, Dieter Dowe, Patrik von zur Mühlen (Schriftleitung), Hans Pelger, Michael Schneider