Erhard Eppler

Der Politik aufs Maul geschaut

Kleines Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch

2. Auflage
193 Seiten
Broschur
14,80 Euro
ISBN 978-3-8012-0397-9

lieferbar

Waschzettel Cover Leseprobe

Sprache wird in politischen Debatten strapaziert, verbogen, oft missbraucht. Mit entlarvender Präzision und treffenden Pointen schreibt Erhard Eppler über Begriffe, die Politik und Öffentlichkeit nutzen, um Meinungen durchzusetzen, Sachverhalte zu vernebeln und Gegner bloßzustellen. Wer sie hört, sollte kritisch sein!

 

»Bierdeckel«, »Elite«, »Experte«, »Gerechtigkeit«, »Leistungsträger«, »Maßnahme«, »Neid«, »Gewissen« oder »Ideologie« zählen zum festen Repertoire von Sonntagsreden, Interviews, Bundestagsansprachen oder Leitartikeln. Doch welche Absichten oder Ansichten stecken hinter solchen Wörtern? Der frühere Bundesminister, SPD-Bundestagsabgeordnete, Germanist und Lehrer Erhard Eppler hat jahrelange Erfahrungen mit dem politischen Gebrauch der Sprache gesammelt. Er legt gekonnt ihren ursprünglichen Gehalt frei und nimmt ihre Abwege aufs Korn.

Pressestimmen

»Was die Sprache angeht, ist er [Eppler] empfindlich. Sein jüngstes Buch zu diesem Thema, "Der Politik aufs Maul geschaut" (2009), sollte in allen Journalistenschulen zur notwendigen Lektüre gezählt werden.«
Franziska Augstein in Süddeutsche Zeitung, 9.12.2011

»So wie in der Wissenschaft Terminologiekritik Wissenschaft ist, ist in seinem [Epplers] Fall Begriffskritik Politik. ... Das Spektrum der untersuchten Vokabeln ist vielseitig. Kein System liegt hier vor, sondern fragmentarisches Befragen von Leitvorstellungen: auf einem Gebiet menschlichen Handelns, das in den Augen des Autors komplettes Stückwerk ist, ein bescheidener, nicht zu unterschätzender Werkzeugkasten der Freiheit
DIE ZEIT, 10.9.2009