Jerzy Holzer

Polen und Europa

Land, Geschichte, Identität

1. Aufl.
163 Seiten
Broschur
14,80 Euro
ISBN 978-3-8012-0372-6

vergriffen, keine Neuauflage

Die aktuellen Debatten über Polens neue Rolle in der Europäischen Union reißen nicht ab. In seinem profunden Essay beleuchtet Jerzy Holzer die wechselvolle und schmerzliche Beziehung zwischen Polen und Europa vom Wiener Kongress bis heute. Was ist europäisch? Pointiert hinterfragt der Autor die komplexe polnische Geschichte im Ringen um Identität, Anerkennung und staatliche Souveränität.

 

Das Buch ist ein glänzend geschriebener Schnellkurs über zwei Jahrhunderte polnischer Geschichte unter der Frage: Was ist Europa? Kritisch beschreibt Holzer – Grandseigneur der polnischen Geschichtswissenschaft – den leidvollen Aufstieg Polens von »Nirgendwo« zu einem modernen Staat und unersetzlichen »Transmissionsriemen« des heutigen Europa. Dabei spart er kritische Blicke auf den polnischen Katholizismus und das polnisch-jüdische Verhältnis nicht aus. Die permanente Bedrohung durch seine großen Nachbarn und die Skrupellosigkeit, mit der Polen immer wieder geteilt und besetzt wurde, haben das Bewusstsein der Nation geprägt, doch ihr Selbstbewusstsein nicht brechen können. Wer Holzers Werk liest, begreift, was Europa den Polen verdankt und dass es ohne Polen nicht wäre, was es heute ist.