Willy Brandt

Berlin bleibt frei

Politik in und für Berlin 1947––1966

Bearbeitet von Siegfried Heimann

Berliner Ausgabe, Band 3

704 Seiten
Leinen mit Schutzumschlag
15,00 Euro (freier Preis)
ISBN 978-3-8012-0303-0

lieferbar

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Fast 20 Jahre lang, von 1947 bis 1966, lebte Willy Brandt in Berlin und kämpfte für die Freiheit und Lebensfähigkeit dieser Stadt. Er bestand die historischen Herausforderungen der Berlin-Krise und des Mauerbaus. Seine Politik, mit Mut, Tatkraft und Besonnenheit unter ungünstigsten Voraussetzungen das Mögliche zu realisieren, machte ihn über Berlin hinaus bekannt und populär.

 

Als Willy Brandt in der Berliner SPD den Anspruch erhob, an verantwortlicher Stelle mitzusprechen, lagen viele Steine auf seinem Weg, bis er schließlich 1958 zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt wurde. Vom ersten bis zum letzten Tag seiner politischen Arbeit in der Vier-Mächte-Stadt musste sich Brandt mit persönlichen Denunziationen und Diffamierungen auseinandersetzen.
Die Berlin-Politik des Regierenden Bürgermeisters von 1957 bis 1966 war von Anfang an auch Deutschland- und Ostpolitik, die mit der Bundesregierung und den westlichen Alliierten abgestimmt werden musste. Brandt führte damals viele Gespräche mit deutschen sowie mit amerikanischen, britischen, französischen und sowjetischen Politikern, u.a. mit Konrad Adenauer, John F. Kennedy, Charles de Gaulle und dem sowjetischen Botschafter in Ostberlin Abrassimow. Die Vermerke Willy Brandts über diese Gespräche werden hier teilweise erstmals veröffentlicht.
Wie zahlreiche der rund 120 Dokumente des Bandes – Briefe, Reden, Gesprächsvermerke, Artikel und Protokolle – belegen, war für Brandt eine »Politik der kleinen Schritte« schon lange vor dem ersten Passierscheinabkommen im Jahr 1963 seine Alternative zu einer »Politik des Nichtstuns«.