Cover des Buches "Mut zum Unmut. Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit" von Matthias Meisner und Paul Starzmann

Mut zum Unmut: Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit heute

Mut zum Unmut: Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit von Matthias Meisner und Paul Starzmann fordert zum Nachdenken heraus: Warum halten wir in Zeiten wachsender Ungleichheit, populistischer Strömungen und demokratischer Abnutzungserscheinungen so oft still?

Fortschritt entsteht aus Renitenz

Sozialer Fortschritt ist selten ein Produkt des Konsenses. Frauenwahlrecht, Friedensbewegung der 1980er-Jahre, die Öffnung der Ehe – all dies war das Ergebnis von Widerstand und Renitenz. Das Buch zeigt, wie wichtig diese Praxis für die Gegenwart ist: Veränderung beginnt dort, wo Menschen bewusst Grenzen überschreiten, unbequeme Fragen stellen und bestehende Strukturen in Frage stellen.

Widerspenstige Menschen

Kristina Hänel setzte sich gegen das Informationsverbot zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Wehr. Petra Kelly verband Ökologie und Friedenspolitik, lange bevor die Themen gesellschaftlich anerkannt waren. Und heute bringt Heidi Reichinnek im Bundestag Forderungen ein, die etablierte konservative Denkweisen herausfordern. Anhand vieler bekannter und unbekannter Personen zeigen die Autoren, wie Widerstand konkret aussieht.

Höchste Zeit für Widerspenstigkeit!

Vor dem Hintergrund von Trumpismus, AfD-Erfolgen und Angriffen auf demokratische Institutionen wird die Frage nach aktivem Widerspruch drängend. Studien wie die des Deutschen Instituts für Menschenrechte zeigen, dass demokratische Standards verletzlich sind. Das Buch macht deutlich: Wer sich zurückzieht, überlässt die öffentliche Debatte jenen, die lauter sind. Es macht Mut, aufzustehen, Nein zu sagen und die eigene Stimme wirksam einzubringen

Die Autoren

Matthias Meisner, geb. 1961, ist freier Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für die taz, die Blätter für deutsche und internationale Politik, den Volksverpetzer und das Katapult-Magazin. Seine Themen: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsextremismus, Feminismus. Er lebt in Berlin und Tirana.
Paul Starzmann, geb. 1982, Dr. phil., ist freier Journalist in Berlin. Er hat an der Humboldt-Universität im Fach Afrikawissenschaften promoviert, war Volontär bei der SPD-Mitgliederzeitung vorwärts sowie Parlamentskorrespondent und Politikredakteur beim Tagesspiegel.

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