Patrik von zur Mühlen

Der »Eisenberger Kreis«

Jugendwiderstand und Verfolgung in der DDR 1953––1958

Gegen Willkür und Misswirtschaft bildete sich im Herbst 1953 im thüringischen Eisenberg eine jugendliche Widerstandsgruppe, die sich 1956 auf die Universität Jena ausdehnte und fast viereinhalb Jahre gegen die SED-Herrschaft opponierte. Nach einer Denunziation wurde sie im Februar 1958 zerschlagen, ihre Angehörigen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Studie ist ein beklemmendes Panorama vom Alltag der deutschen Teilung.

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Sebastian Weitkamp

Braune Diplomaten

Horst Wagner und Eberhard von Thadden als Funktionäre der »Endlösung«

Zwei gewissenlose Beamte im braunen Außenministerium machten über die NS-Vernichtungspolitik Karriere: Horst Wagner und Eberhard von Thadden. Der Historiker Sebastian Weitkamp beleuchtet Wirken, Motive und Arbeitsumfeld dieser »diplomatischen« Täter. Er liefert einen Beitrag zur Holocaust-Forschung, zur Rolle des Auswärtigen Amts im Dritten Reich und zum Umgang mit den Tätern in der jungen Bundesrepublik.

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Robin M. Allers

Besondere Beziehungen

Deutschland, Norwegen und Europa in der Ära Brandt (1966–1974)

In den schwierigen Beitrittsverhandlungen der Europäischen Gemeinschaft mit Norwegen übernahm die Bundesrepublik die Rolle einer »Treuhänderin« skandinavischer Interessen. Der Band zeigt, wie wichtig bilaterale »Kanäle« im EG-Erweiterungsprozess waren und wie sehr Willy Brandt sich hierbei persönlich für seine »zweite Heimat« Norwegen eingesetzt hat.

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Serge Embacher / Susanne Lang

Lern- und Arbeitsbuch Bürgergesellschaft

Das neue Lern- und Arbeitsbuch zeigt die Leistungsfähigkeit des Konzepts Bürgergesellschaft an praktischen Anwendungsfällen. Der Band erläutert die Schnittstellen zu Staat und Wirtschaft und klärt auf über unterschiedliche politische Verwendungsweisen und Verwertungsinteressen. Vor allem aber will er zu bürgerschaftlichem Engagement befähigen und ermutigen.

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Willy Brandt

Verbrecher und andere Deutsche

Ein Bericht aus Deutschland 1946

Bearbeitet von Einhart Lorenz

Brandts Bericht über den Nürnberger Prozess ist eine Verteidigungsschrift für die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen die Vorurteile des Auslands, alle Deutschen seien Nazis. Brandt beschreibt voller Mitgefühl das Leben der Deutschen im harten Winter 1945/46, ihre Zukunftshoffnungen und ihre Visionen. »Forbrytere og andre tyskere« erschien 1946 in Oslo und Stockholm und liegt nun erstmals in deutscher Sprache vor.

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Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)

Archiv für Sozialgeschichte, Band 47 (2007)

Der Sozialstaat in der Krise
Deutschland im internationalen Vergleich

Band 47 des Archivs für Sozialgeschichte ist dem Rahmenthema »Der Sozialstaat in der Krise. Deutschland im internationalen Vergleich« gewidmet. Der Band geht auf aktuelle Fragen der Sozialstaatsreformen ein und fragt nach der historischen Genese krisenhafter Erscheinungen und ihrer Bearbeitung im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das besondere Augenmerk liegt auf vergleichenden Aspekten mit anderen Staaten in Europa. Dabei werden Handlungsspielräume des Sozialstaats als Ganzes und seine Ausformungen auf spezifischen Feldern wie dem Gesundheitswesen und der Rentenversicherung analysiert.

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Torben Lütjen

Karl Schiller (1911-1994)

»Superminister« Willy Brandts

Karl Schiller war einer der bedeutendsten Wirtschaftspolitiker der Bundesrepublik. Ehemals Mitglied der NSDAP und wirtschaftswissenschaftlicher Berater der nationalsozialistischen Politik, legte der sozialdemokratische Professor eine rasante Nachkriegskarriere hin, wurde 1966 Wirtschaftsminister der Großen Koalition und 1969 Wirtschafts- und Finanzminister der sozialliberalen Regierung Willy Brandts. Mit diesem Buch liegt nun die erste Biographie über den ersten westdeutschen »Superminister« vor.

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Gisela Notz

Mehr als bunte Tupfen im Bonner Männerclub

Sozialdemokratinnen im Deutschen Bundestag 1957-1969

In diesem Buch schildert Gisela Notz die Biografien und die politische Arbeit von zwölf sozialdemokratischen Parlamentarierinnen, die von der dritten bis zur fünften Wahlperiode (1957–1969) neu in den Deutschen Bundestag gewählt wurden. Spannende Lebensbilder engagierter Frauen, die keine »Frauenrechtlerinnen« sein wollten, aber vieles für die Rechte der Frauen erreicht haben.

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Dieter Schenk

Der Lemberger Professorenmord

und der Holocaust in Ostgalizien

Der nationalsozialistische Völkermord in Ostgalizien begann 1941 mit dem Mord an 25 polnischen Professoren in Lemberg. Jedes polnische Geschichtsbuch erwähnt dieses Verbrechen als Beispiel für die Skrupellosigkeit und Brutalität der Nationalsozialisten. In der Bundesrepublik ist es hingegen weitgehend unbekannt. Die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft Hamburg wurden sogar mehrfach eingestellt. Hinter ihren Bemühungen ist kein ernster Aufklärungswille erkennbar.

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