Riccardo Bavaj

Von links gegen Weimar

Linkes antiparlamentarisches Denken in der Weimarer Republik

Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Band 67

1. Aufl. 10.10.2005
536 Seiten
Hardcover
38,00 Euro
ISBN 978-3-8012-4155-1

vergriffen, keine Neuauflage

Hitler und die Rechte haben die Weimarer Republik zerstört. Aber auch die extreme Linke hat zu ihrem Untergang beigetragen: Riccardo Bavaj zeichnet ihre geistig-politischen Irrwege nach und liefert eine glänzend geschriebene Darstellung des linken Antiparlamentarismus in Deutschland von 1918 bis 1933.

 

Wie konnte Hitler an die Macht kommen? Was war der Grund für die Schwäche der Demokratie zwischen den Weltkriegen? Eine neue Studie ergänzt Kurt Sontheimers bekannte Untersuchung über antidemokratisches Denken von rechts: In seiner geistes- und kulturgeschichtlichen Analyse macht Riccardo Bavaj die Stimmen aus Politik und Kultur hörbar, die das Weimarer »System« von links überwinden wollten. Dazu zählten u. a. Max Adler, Karl Korsch, Georg Lukács, Johannes R. Becher, Erich Mühsam, B. Traven, Ernst Toller, George Grosz, Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky sowie Organisationen wie KPD, Levi-Gruppe und Leninbund. Die ungezügelte Kritik am Parlamentarismus von rechts und links untergrub die Fundamente der jungen Demokratie.

Dieses Buch macht verständlicher, wie die erste deutsche Republik zwischen den Mühlsteinen der Extreme zerrieben wurde.