Norbert von Hofmann / Volker Vinnai / Hermann Benzing

Die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Indonesien, Tansania und Zentralamerika seit den 1960er Jahren

Mit einem Vorwort von Ernst J. Kerbusch

Geschichte der internationalen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Band 5

344 Seiten
Broschur
26,00 Euro
ISBN 978-3-8012-0410-5

vergriffen, keine Neuauflage

Waschzettel Cover Leseprobe

Die Entwicklungszusammenarbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung zielt auf die Überwindung von Konflikten, die Förderung demokratischer Strukturen sowie den Aufbau und die Stärkung von Parteien, Gewerkschaften, Frauenverbänden und Zivilgesellschaften. Drei ausgewiesene Experten schildern eindrucksvoll, wie man diese Ziele in Indonesien, Tansania und Zentralamerika mit viel Geduld und langfristiger Planung erreicht hat.

 

Denkanstöße geben, Vertrauen erarbeiten, geduldig sein - so lässt sich die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in diesen Ländern, in denen sie seit mehr als 40 Jahren tätig ist, zusammenfassend beschreiben. Lange Zeit wurden diese Staaten diktatorisch regiert. Einparteisysteme waren die Regel, zentralverwaltungswirtschaftliche Systeme trieben die Wirtschaft in den Ruin, Gewerkschaften waren gleichgeschaltet, der Einfluss kommunistischer Gruppen war groß. Trotz schlechter Voraussetzungen schaffte die Friedrich-Ebert-Stiftung Vertrauen bei Institutionen und politischen Führungskräften und hatte selbst Vertrauen darin, dass der Aufbau demokratischer Strukturen langfristig erreichbar sei. Dabei zeigte sich erneut, dass die Unabhängigkeit von aktuellen deutschen Regierungspositionen - gleich welcher politischen Couleur - eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg ihrer Arbeit ist.