Tanja Brühl / Heidi Feldt / Brigitte Hamm / Hartwig Hummel / Jens Martens (Hg.)

Unternehmen in der Weltpolitik

Politiknetzwerke, Unternehmensregeln und die Zukunft des Multilateralismus

Reihe EINE Welt, Band 19

1. Aufl. 2004
300 Seiten
Broschur
12,70 Euro
ISBN 978-3-8012-0348-1

vergriffen, keine Neuauflage

Private Unternehmen und ihre Interessenvertreter spielen in der globalen Politik eine immer größere, zugleich aber umstrittene Rolle. Können sie zu Partnern in der globalen Politikgestaltung werden und wann sollten sie in verbindliche Regeln eingebunden werden?

 

Angesichts der weltweiten Probleme sehen viele Beobachter in globalen Politiknetzwerken das Zukunftsmodell multilateraler Zusammenarbeit. Im Rahmen von Partnerschaftsprojekten (Public-Private-Partnerships) sollen Unternehmen gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen internationale Entwicklungsziele verfolgen. So könnten sie durch freiwillige Selbstverpflichtungen globale Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards verwirklichen. Gleichzeitig aber werden immer wieder transnationale Unternehmen und ihre nationalen Geschäftspartner für Menschenrechtsverletzungen, die Missachtung von Arbeitsnormen und gravierende Umweltzerstörungen verantwortlich gemacht. Zivilgesellschaftliche Organisationen, Wissenschaftler und Politiker fordern daher verbindliche internationale Regeln für Unternehmen. Sie weisen darauf hin, dass der politische und rechtliche Handlungsspielraum auch auf nationaler Ebene noch nicht ausgeschöpft ist, um Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen.
Mit diesem EINE Welt-Band leistet die Projektgruppe Global Policy von WEED einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die ambivalente Rolle der Privatwirtschaft in der Weltpolitik. Die Autoren präsentieren hier Analysen über die neuen »Partnerschaftsansätze« in der Weltpolitik und die Perspektiven verbindlicher Unternehmensregeln.