Christa Randzio-Plath (Hg.)

Frauen und Globalisierung

Zur Geschlechtergerechtigkeit in der Dritten Welt

1. Aufl. 2004
260 Seiten, Abb.
Broschur
12,80 Euro
ISBN 978-3-8012-0344-3

vergriffen, keine Neuauflage

Über 30 Autorinnen aus der Ersten und der Dritten Welt diskutieren in diesem Sammelband rechtliche, politische und soziale Fortschritte in der Überwindung von Diskriminierung, Armut und Unterentwicklung.

 

Über 30 Autorinnen aus der Ersten und der Dritten Welt diskutieren in diesem Sammelband rechtliche, politische und soziale Fortschritte in der Überwindung von Diskriminierung, Armut und Unterentwicklung.

Während sich die materiellen Lebensrealitäten von Frauen unter dem Vorzeichen der Globalisierung tendenziell weiter verschlechtern und die Frauenarmut zunimmt, entstehen im Rahmen von Global Governance auch neue Chancen für die Stärkung von Normen und Zielen globaler Frauenpolitik. So haben die jährlichen Nachbereitungen der UNO-Frauenkommissionen frühere Beschlüsse der Weltfrauenkonferenzen bestätigt: Gleiche und gerechte Geschlechterverhältnisse sind ein grundlegender Wert politischer Demokratie, ebenso sind sie für Wohlfahrt und gesellschaftlichen Fortschritt unverzichtbar. Vor allem in der Sicherung der Menschenrechte für Frauen sehen Frauenbewegungen weltweit einen Weg, sich diesem Ziel anzunähern.

Frauen aus Politik, Kirche, Gewerkschaften, Verbänden und NGO’s sowie Vertreterinnen von Frauenprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika stellen in diesem Sammelband ihre Arbeit unter den Bedingungen der Globalisierung vor. Denn die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Frauen leisten zwei Drittel aller Weltarbeitsstunden, erhalten aber nur zehn Prozent der Weltlohnsumme. Trotz aller Fortschritte sind zwei Drittel aller An-alphabeten Frauen und Mädchen. Auf der Südhalbkugel sterben immer noch mehr Frauen an (sexueller) Gewalt als an Kriegen und Katastrophen. Und immer noch haben zu wenig Frauen Macht und Einfluss in Politik und Wirtschaft.

Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine globale Verantwortungskultur, an der Frauen gleichberechtigt teilhaben, um so in der Ersten wie in der Dritten Welt Geschlechtergerechtigkeit durchsetzen zu können.