Erich Brost

Wider den braunen Terror

Briefe und Aufsätze aus dem Exil

Bearbeitet von Marek Andrzejewski und Patrik von zur Mühlen

1. Aufl. 2004
328 Seiten
Klappenbroschur
24,00 Euro
ISBN 978-3-8012-0340-5

vergriffen, keine Neuauflage

Bedrängt durch den nationalsozialistischen Terror, musste der Journalist und Abgeordnete Erich Brost 1936 die Freie Stadt Danzig verlassen. Vom Exil aus setzte er seinen Kampf gegen Hitler fort, zunächst in Polen, dann nach mehreren Zwischenstationen in Großbritannien.

 

In der Freien Stadt Danzig konnten sich die Parteien länger als in Deutschland der nationalsozialistischen Gleichschaltung widersetzen. Erst 1936 musste der Journalist Erich Brost (1903––1995), sozialdemokratischer Abgeordneter des Volkstages, ins Exil gehen. Unterstützt von seinen polnischen Freunden, lebte er zunächst in Warschau. Von dort aus hielt er über geheime Kanäle die Verbindung zum Widerstand in Danzig und Ostpreußen aufrecht. Ende August 1939, nur wenige Tage vor Kriegsbeginn, musste Brost Polen fluchtartig verlassen. Stationen seiner weiteren Emigration waren die baltischen Staaten, Finnland und seit Juni 1941 Schweden. Ende 1942 floh er nach Großbritannien. Nach Kriegsende kehrte Erich Brost nach Deutschland zurück und gründete 1948 die »Westdeutsche Allgemeine Zeitung«, die er mehrere Jahrzehnte leiten sollte.
Während seiner Exilzeit korrespondierte Brost mit zahlreichen anderen Emigranten und veröffentlichte im sozialdemokratischen Exil-Organ »Neuer Vorwärts« klarsichtige Artikel über das politische Herrschaftssystem des Dritten Reiches und die internationale Lage. Seine Briefe und Aufsätze vermitteln einen umfassenden und lebendigen Eindruck vom Geschehen jener Zeit und vom bedrückenden Alltagsleben im Exil.