Wolfgang Merkel

Demokratie in Asien

Ein Kontinent zwischen Diktatur und Demokratie

1. Aufl. 2003
192 Seiten
Broschur
12,80 Euro
ISBN 978-3-8012-0330-6

vergriffen, keine Neuauflage

Gibt es einen universellen Demokratiebegriff? Oder ist Demokratie ein westliches Konzept, das den asiatischen Werten widerspricht? Immer wieder kommt es hierüber zu kontroversen Diskussionen. Der Politologe Wolfgang Merkel liefert mit diesem Band einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte.

 

Das vorliegende Buch beurteilt den Stand der Demokratie-Entwicklung in den Ländern Asiens. Dabei stützt sich der Autor nicht nur auf wissenschaftliche Untersuchungen und Einschätzungen von Politik-Instituten wie dem »Freedom House«, sondern auch auf die langjährigen Erfahrungen der politischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Merkel betont in seiner Arbeit, dass sich keine Aussagen für Gesamtasien treffen lassen, denn dieser Kontinent bildet weder eine politische noch eine wirtschaftliche Einheit. Zu unterschiedlich sind die Bedingungen in den Ländern Süd-, Südost- und Ostasiens. In Asien finden sich einige der ärmsten Entwicklungsländer der Welt. Sozialistische Transformationsländer integrieren in zunehmenden Maße marktwirtschaftliche Elemente. Andere Länder haben längst das Stadium von Schwellen- und Wachstumsökonomien erreicht. Ihr wirtschaftlicher Boom ließ den »asiatischen Weg« zeitweilig sogar als nachahmenswertes Erfolgsmodell erscheinen.
In Asien stehen Demokratien autokratischen Herrschaftssystemen gegenüber. In allen Ländern Asiens aber wächst das Bewusstsein, dass Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit elementare Bedingungen für eine wirtschaftliche, soziale und politische Stabilität sind. Demokratisierungsbestrebungen spiegeln die verstärkte Forderung zahlreicher Bevölkerungsgruppen nach mehr Partizipation wider.